Seidenkollektion im Katalog des Edelkaufhauses (Serge Libiszewski, 1963).

Sightseeing in Mailand einmal anders: Man erklimmt nicht die 200 Stufen, um auf der Domterrasse über die in Smog gehüllte Stadt zu blicken. Hoch hinaus geht es allemal, allerdings in die Bar des Edelkaufhauses La Rinascente. Während man hier im obersten Stockwerk seinen Cappuccino schlürft, erhebt sich, direkt daneben, die imposante Fassade des Doms. Seit 100 Jahren existiert das Kaufhaus, das vor allem für sein luxuriöses Angebot – von Mode bis Interieur – bekannt ist. Damit ein Store so lange erfolgreich existieren kann, und dies ohne staubiges Image, braucht es mehr als ein überzeugendes Sortiment. Auf die Details kommt es an: Beeindruckende Schaufenster, ansprechende Einkaufstaschen und ästhetische Werbeplakate sind genauso wichtig. Nicht umsonst stehen gerade jene Kommunikationsmittel im Zentrum der Ausstellung «La Rinascente. 100 Anni di creatività d’impresa attraverso la grafica», die anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums stattfindet. Zu sehen ist die Schau im m.a.x. museo in Chiasso. Dieses wurde 2005 zu Ehren des Schweizer Grafikers Max Huber eröffnet, der 1950 das Monogramm für La Rinascente entwarf. Die Exposition im Tessin wird durch eine Schau im Palazzo Reale in Mailand ergänzt, welche die Geschichte der Warenhäuser betrachtet (beide bis 24. September).

Foto: Archivio Serge Libiszewski