Eine Neuerung stach an der Genfer Uhrenmesse, dem Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH), besonders heraus: der Stahl. Das Material ist einerseits sehr angenehm, sodass man die daraus gefertigten Uhren von frühmorgens bis spätabends tragen will. Dank ihrer schlichten Eleganz kommen die Stahlmodelle zudem ganz ohne Schnickschnack und protzige Elemente aus. Vor allem besticht Stahl aber durch seinen Preis: Er ist günstiger als etwa Gold und ermöglicht es deshalb selbst Prestigemarken, Uhren im tieferen Preissegment herzustellen. So findet man unter den Stahlmodellen etwa eine Cartier für 5850 Franken, eine Armbanduhr von IWC für 5400 Franken oder einen Zeitmesser von Baume & Mercier mit Mondphasenanzeige für 4300 Franken. Die grossen Namen der Uhrenindustrie haben Gold und Platin lange den Vorrang gegeben und beim weniger populären Stahl die Nase gerümpft, der aktuelle Markt hat sie nun aber zum Umdenken gezwungen. Mich hat das neue Material auf Anhieb überzeugt, und so ziert bereits ein stählerner Begleiter mein Handgelenk.