Was sieht man eigentlich, wenn man einen Rubin von ganz nahe betrachtet? Romantiker würden sagen: einen Glanz wie in loderndem Feuer, leidenschaftlich und heiss. Die Juweliere von Gübelin gingen die Sache freilich etwas nüchterner an, rückten einem der roten Edelsteine mittels Mikrofotografie auf die Pelle – und entdeckten einen klitzekleinen Basalteinschluss, kreisrund und so perfekt geformt, als hätte ein Künstler ihn dort platziert. Inspiriert davon, holte man die Uhrmacher von Parmigiani Fleurier ins Boot – und kreierte gemeinsam nicht nur zwei neue Bijoux für die Linie Glowing Ember (ein Bracelet sowie Ohrringe), sondern auch die Uhr «Tonda 1950 Gübelin». Allesamt Stücke, die, auf je 28 Exemplare limitiert, ganz auf die Kraft der Farbe Rot setzen: vom Roségold in Verbund mit Rubinen über das Alligatorleder des Hermès-Uhrenband bis hin zur rot lackierten, durch den Saphirglas-Boden sichtbaren Schwungmasse. Das gestalterische Motiv ineinander liegender Reifen, das sich in allen drei Kreationen findet, ist eine Reverenz an besagten Einschluss. Womit mal wieder bewiesen wäre, dass sich wahre Schönheit eben nicht selten gerade einem kleinen Makel verdankt.

Paulina Szczesniak

Die Uhr Tonda 1950 Gübelin und das Armband Glowing Ember

Mikrofotografie eines Rubins mit geradezu dekorativem Basalteinschluss.

Rot, röter, Rubin