Der neue Ladurée-Salon im Genfer Four Seasons Hotel des Bergues macht Naschkatzen glücklich – sowohl geschmacklich als auch optisch. Mit köstlichen Petits Fours, prickelndem Champagner und vielen leckeren Macarons wurde er vergangene Woche eingeweiht. Das pastellfarbene Interieur steht im Kontrast zu seiner Schöpferin, der Innenarchitektin India Mahdavi, die ihre Gäste ganz in Schwarz gekleidet empfängt.

1962 als Tochter eines Iraners und einer Ägypterin in Teheran geboren, pendelte Mahdavi in ihrer Kindheit zwischen den USA, Deutschland und Frankreich. Es folgte ein Designstudium in New York, bevor sie das Architekturdiplom an der École des Beaux-Arts in Paris abschloss. Heute gestaltet sie weltweit Interieurs und ist für ihren farbenfrohen, gemusterten Stil bekannt.

“Ladurée by India Mahdavi”, das klingt ziemlich gut!

Das stimmt. Ich denke, wir passen auch wirklich gut zusammen. Ich will fröhliche, lebendige und bunte Orte kreieren, und Ladurée verkörpert das von Grund auf. Die farbigen Macarons sind und waren schon immer ein Aufsteller.

Ladurée steht für bunte, süsse Macarons. Wie haben Sie die Identität der Marke in den Genfer Salon eingebracht?

Zu Beginn hatte ich die Idee einer Blumenwiese, wobei die süssen Leckereien für die Blumen stehen. Mit Spiegeln und feinen Gittern an den Wänden entstand ein Salon, der an einen Wintergarten in Versailles erinnert, an dem auch Marie Antoinette Gefallen gefunden hätte. Das viele Grün, auf das wir bei der Einrichtung setzten, steht sowohl sinnbildlich für Ladurée als auch für saftigen Rasen. Süssigkeiten finden sich nicht nur in der Auslage: Die Lampen erinnern an Meringues, die Tischbeine an Zuckerstangen und die Sessel wurden mit Donuts aus Keramik verziert.

Sind Sie zufrieden mit dem Resultat?

Ehrlich gesagt warte ich noch gespannt darauf, ob der Salon so aufgenommen wird, wie ich es mir vorgestellt habe – er soll ein lebhafter Ort werden. Wir haben Elemente eingebaut, die es in dieser Art erst in wenigen Ladurée-Geschäften gab. Ich wollte beispielsweise unbedingt eine Bar: Ich liebe es, meinen Kaffee mit einer kleinen Patisserie im Stehen zu geniessen. Im neuen Ladurée-Geschäft kann ich mich aber genauso gut für ein ausgiebiges Frühstück oder Mittagessen setzen und am Abend für einen Apéro wiederkommen.

Sie haben viel Erfolg mit dem, was Sie tun. Innenarchitektin war jedoch nicht immer Ihr Traumberuf.

Nein, ich wollte Filme machen! Aber letzten Endes sind es doch sehr ähnliche Berufe. Es geht nicht nur um Kreativität, es werden kleine Universen erschaffen. Und wie im Kino gibt es einen Produzenten, in diesem Fall Ladurée, einen Dekorateur als Regisseur und Schauspieler, also alle Gäste, die diesen Ort nun zum Leben erwecken.

Haben Sie ein Traumprojekt?

Ich würde mich gerne vermehrt der Architektur widmen – insbesondere Hotels interessieren mich. In der Schweiz hätte es beispielsweise Platz für etwas sehr Modernes und Junges. Wer weiss, welche Kollaborationen noch auf diese hier folgen.

In der Zwischenzeit können Sie das Universum von India Mahdavi im Teesalon von Ladurée an der Kreuzung des Quai des Bergues und der Rue Mont Blanc in Genf erkunden.